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Friday, May 24, 2019

Kulturerlebnis irreal?

In einem über Twitter verbreiteten Video der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien heißt es:
Das digitale Angebot ist eine Ergänzung zum "Kulturerlebnis analog". Und die Erfahrung zeigt im Übrigen auch, dass gerade da, wo Appetit gemacht wird im Netz, das reale Kulturerlebnis dann sogar noch vermehrt gesucht wird.
Heißt das umgekehrt, dass Kulturerlebnisse im Netz (oder im Fernsehen, im Radio, beim Lesen eines Buches ...) nicht real sind?

Thursday, July 23, 2015

Wem gehört das kulturelle Erbe?

Original by Painter: John Trumbull; Photographer: cliff1066 (Flickr) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons;
edited by Thomas Tunsch (CC BY-SA)
Die Antwort scheint einfach zu sein: natürlich allen ... wirklich?

Während einige Museen die Vermittlung des kulturellen Erbes im digitalen Zeitalter dadurch befördern, daß sie die Informationen über den von ihnen verwalteten Teil dieses Erbes frei zugänglich machen (Kulturerbe für alle ...) – vor allem die Abbildungen des Kulturgutes in ihren Ausstellungen und Magazinen – gibt es auch Sammlungen, die diese freie Verbreitung einschränken möchten. Ein aktueller Fall ist der Streit um die Abbildung eines Wagner-Portraits in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen.1

Tuesday, October 16, 2012

Kīpuka, Kaʻiwakīloumoku Hawaiian Cultural Center und Georeferenzierung

Kipuka (DSC_3291) Das Wort kīpuka hat sich wie andere Begriffe aus dem Hawaiischen in der geologischen Fachsprache eingebürgert. So stammen auch die Bezeichnungen für die verschiedenen Lavaformen ʻAʻā und Pāhoehoe aus dieser Sprache.

Wednesday, August 31, 2011

Deutscher Presserat billigt Vandalismus in Wikipedia

In einer Stellungnahme zur Beschwerde über den Artikel „Wie ich Stalins Badezimmer erschuf“ (siehe Schmutzige Wäsche in „Stalins Badezimmer“) wies der Deutsche Presserat diese u.a. mit der Begründung ab, der Journalist habe „ein zulässiges Experiment zur Überprüfung der Fälschungssicherheit aber auch der Zuverlässigkeit der Informationen von Wikipedia vorgenommen.“ Aufschlußreich ist auch der Hinweis, man sähe keine Verletzung der Achtung vor der Wahrheit darin, „dass der Journalist in die Wikipedia einen falschen Hinweis hineingeschrieben hat.“

Dies steht in deutlichem Widerspruch zur Auffassung der Autorengemeinschaft der Online-Enzyklopädie, die eine „vorsätzliche und bewusste Beschädigung von Inhalten der Wikipedia“ als Vandalismus ansieht (Wikipedia:Vandalismus).

Da der Deutsche Presserat diese Stellungnahme bisher nicht veröffentlicht hat, sind im folgenden die Stellungnahme und die Beschwerde vollständig wiedergegeben.

Friday, March 25, 2011

Schmutzige Wäsche in „Stalins Badezimmer“

In der Präambel des Redaktionsstatuts der „Berliner Zeitung“ ist vom „hohen Niveau ihrer Berichterstattung und Kommentierung“ die Rede. An diesem Anspruch sollten sich auch die Methoden der Recherche messen lassen.

Unter dem Titel „Wie ich Stalins Badezimmer erschuf“ berichtete ein Journalist in der „Berliner Zeitung“ vom 24.03.2011 darüber, wie er den Wikipedia-Artikel über die Karl-Marx-Allee verfälscht hatte und wie diese Falschinformation weiter verbreitet wurde.

Vielleicht ist es ein wenig in Vergessenheit geraten, daß Autoren in Wikipedia unbezahlte Arbeit leisten. Nennt man dies richtigerweise ehrenamtlich, wie der Autor des Artikels, dann bekommt seine journalistische und bezahlte Arbeit einen seltsamen Beigeschmack. Dabei ist seine Recherche nicht einmal sorgfältig, denn wenn er schreibt, eine „Schar ehrenamtlicher Mitarbeiter prüft die Einträge der Nutzer vor Veröffentlichung auf Plausibilität“, dann ist das schlicht falsch. Die sogenannte Sichtung bedeutet lediglich, daß „ein regelmäßiger Autor der Wikipedia den Artikel durchgesehen hat und die Version frei von offensichtlichem Vandalismus ist“ (Wikipedia:Gesichtete Versionen).

Friday, January 14, 2011

Zehn Jahre Wikipedia

Bereits als Schüler wurde mir von meinen Lehrern vermittelt, Lexika und andere Nachschlagewerke als Einstieg in ein neues Wissensgebiet zu nutzen – nicht als einzige oder Primärquelle. In meiner Ausbildung an der Universität lernte ich in und von der Gemeinschaft erfahrener Wissenschaftler das methodische Handwerk ebenso wie den damaligen "Stand der Wissenschaft" kennen. Zur Methodik gehörte dabei der Grundsatz nach Descartes, daß an allem zu zweifeln sei (De omnibus dubitandum est) – nach dem Verständnis von Hegel als Verzicht auf jedes Vorurteil (vgl. Fußnote im Artikel "Skeptizismus" in Wikipedia).

Auch als Autor im Projekt Wikipedia lerne ich in und von der Gemeinschaft anderer Autoren. Ebenso wie in meinen Arbeiten an der Universität und im beruflichen Alltag als Wissenschaftler ist es selbstverständlich, die benutzten Quellen anzugeben und Aussagen zu belegen. Ein wichtiger Unterschied ist allerdings, daß jeder Schritt sofort archiviert wird und dauerhaft einsehbar bleibt. Dadurch kann jeder Leser nicht nur das Ergebnis prüfen, sondern auch den Weg, der dazu geführt hat. Werkzeuge wie WikiTrust, die auch Nichtfachleuten eine erste Einschätzung der Glaubwürdigkeit ermöglichen, werden so überhaupt erst möglich – und solche Werkzeuge gibt es daher nicht für traditionelle Nachschlagewerke. Unterstützt werden dadurch auch solche Wikipedia-Projekte wie Begutachtung, Bewertung und Qualitätssicherung.

Thursday, December 30, 2010

Invitation

Terms are fascinating. If we know a term, we have access to its various meanings in different correlations. When I detect an unknown term, I enjoy consulting Wikipedia, and usually this is the beginning of a wonderful expedition in the world of context.

As a matter of fact, histories is an ambiguous term itself, and therefore this word describes the different and changing views on the past quite perfectly. For many people it is important to know where we come from and why we became who we are – as individuals, families, and societies. Besides other interests, history has always been fascinating for me, not only the dates, facts, and players, but the methods to explore history as well.

So it was quite consequential that my first use of a PC 1715 computer at the University of Halle-Wittenberg was just the beginning, and soon I wanted to know more. In face of the intriguing assignment as curator in a museum, information technology also became an important part of my academic life.

You are invited to join me while I reflect on my thoughts and views in this blog.